Darum entscheiden sich immer mehr Unternehmen für Managed Services

Was sind Managed Services?

Bei Managed Services handelt es sich um IT-Dienstleistungen, die im Auftrag eines Unternehmens von einem Managed Service Provider (MSP) erbracht werden. Der MSP kümmert sich beispielsweise darum, dass die Software immer auf dem aktuellsten Stand ist, führt regelmäßige Backups durch und sorgt dafür, dass auftretende Probleme sofort gelöst werden. Im Fokus stehen hierbei wiederkehrende Services, die im Vorfeld hinsichtlich des Umfangs und der Verfügbarkeit mit Hilfe von Service Level Agreements (SLAs) genau definiert werden. Diese vor dem Vertragsabschluss vereinbarten Leistungen stellen dann die Basis für die Messung und Bewertung der Leistungserbringung dar. Wichtige Bestandteile von SLAs sind klassischerweise Vertragslaufzeiten, Verfügbarkeiten der Services, vereinbarte Reaktionszeiten oder die Abgrenzung von Verantwortlichkeiten. Auch mögliche Vertragsstrafen bei der Nichteinhaltung von Absprachen werden in ihnen geregelt. 

Die Abrechnung von Managed Services erfolgt in der Regel zeitabhängig. Gängige Varianten sind beispielsweise die monatliche oder quartalsweise Abrechnung. Dabei unterscheiden sich Managed Services vom klassischen IT-Outsourcing insofern, als nur Teilbereiche und nicht die gesamte IT-Verantwortlichkeit und -Infrastruktur an einen Service Provider ausgelagert werden. So behalten die Auftraggeber die Hoheit über die Gesamtstruktur der IT-Landschaft und deren Prozesse.

 

Worin bestehen die Vorteile von Managed Services und für wen lohnen sie sich?

Während das Prinzip der Managed Services im Konzernumfeld bereits seit Längerem zum Einsatz kommt, ist die Nachfrage nach Managed Services in deutschen KMUs ein verhältnismäßig junges Phänomen. Einer der Hauptgründe für die stetig wachsende Nachfrage aus dem KMU Umfeld besteht in der steigenden Abhängigkeit kleiner und mittelgroßer Unternehmen von der IT. In Zeiten unaufhaltsam voranschreitender Digitalisierung sind immer mehr Anwendungen absolut geschäftskritisch für die Unternehmen und bereits geringe Ausfallzeiten können zu hohen finanziellen Schäden führen. Zu diesem Ergebnis gelangt auch eine vom Statistikportal Statista weltweit durchgeführte Studie, in der 54% der mehr als 750 befragten Unternehmen die Kosten eines einstündigen Serverausfalls auf zwischen 101.000 und 500.000$ bezifferten. Weitere 30% der befragten Unternehmen kalkulieren pro Stunde Downtime durchschnittlich sogar 501.000 bis 5 Millionen Dollar ein1.
 

Für Kunden entsteht durch Managed Services der Vorteil, dass ihre Systeme permanent geschützt sind und auftretende Probleme sofort gelöst werden, sodass es gar nicht erst zu größeren Ausfällen kommt. Die Mitarbeiter können sich so auf ihre Kerntätigkeiten konzentrieren und müssen sich nicht mit den teilweise extrem komplexen IT-Prozessen auseinandersetzen. Dies schafft besonders in Anbetracht der Tatsache, dass sich die IT ständig weiterentwickelt und Mitarbeiter ohne tiefgreifende IT-Kenntnisse meist nicht mit den aktuellen Neuerungen vertraut sind, große Effizienzvorteile. Darüber hinaus reduziert der Einsatz von Managed Services neben Ausfallrisiken auch wirtschaftliche Risiken im Bereich der Ressourcenplanung. Die Kosten für verschiedene IT-Services werden durch die genau definierten Tarifmodelle transparent und leicht kalkulierbar und auch die Qualität der Services ist dank präzise geschlossener SLAs ohne weiteres messbar.

 

Die Zukunft gehört den Managed Services

In Zukunft wird kein Weg mehr an Managed Services vorbeiführen. Dies hängt vor allem mit der bereits angesprochenen, steigenden Abhängigkeit der Unternehmen von ihrer IT-Infrastruktur und der stetig wachsenden Komplexität selbiger zusammen. Reibungslose Prozesse und störungsfreie IT sind in vielen Branchen bereits heute zentrale Erfolgsfaktoren. Ein Trend, der sich, wie Sie sich sicher vorstellen können, nicht mehr umkehren wird. 


[1] https://www.statista.com/statistics/753938/worldwide-enterprise-server-hourly-downtime-cost/