Interview: aXon auf der Microsoft Inspire 2019

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​​​​​​​​​Hardy, du warst ja schon auf vielen Konferenzen und Events, jetzt bist du gerade frisch zurück von der Inspire in Las Vegas, Microsofts weltweit größter Partnerkonferenz. Was hat dich persönlich am meisten beeindruckt? 

Am beeindruckendsten fand ich persönlich, mit welcher Klarheit und welcher Konsistenz Microsoft seine Message über die gesamte Veranstaltung hinweg kommuniziert hat. Egal ob es um digitale Demokratie, unsere Arbeitswelt von morgen oder die Ablehnung der Entwicklung von KI's für den Einsatz im Militärbereich ging, das Gesamtpaket von der Vision über die Strategie, bis hin zum einzelnen operativen Doing und der externen Kommunikation war einfach stimmig.

 

Die Woche war geprägt von Vorträgen der Microsoft Führungsetage zu den verschiedensten Themen und dem Austausch mit Partnern aus der ganzen Welt. Ein riesen Input, der da innerhalb kürzester Zeit auf einen einprasselt. Viele unserer Leserinnen und Leser interessiert sicherlich, was du persönlich als Quintessenz von der Inspire mitgenommen hast. 

Auch wenn viele unserer Kunden noch am Anfang dieses Prozesses stehen, ist der Shift in die Cloud für Microsoft bereits vollzogen. Zwar ist Microsoft klar, dass dieser Shift in den meisten Unternehmen noch nicht abgeschlossen ist, jedoch ist er ohnehin unausweichlich und deshalb muss es jetzt darum gehen das Potential, das die Cloud im digitalen Zeitalter bietet, in tatsächliches Wachstum umzusetzen. Etwas heruntergebrochen könnte man sagen: Wir haben lange dafür gearbeitet unsere Kunden bereit zu machen für das Potential der Digitalisierung und jetzt können wir endlich beginnen, das Potential, das die neuen Technologien mitbringen wirklich zu realisieren und schnell für jeden zugänglich zu machen.

 

Eines der großen Highlights der diesjährigen Inspire, für viele wahrscheinlich sogar das Highlight, war der Corenote von Satya Nadella. Was meint der Microsoft CEO, wenn er von einer neuen "Technologieintensität" spricht? 

Business wird heute nicht mehr von Betriebswirten und Ingenieuren gemacht. Man kann heute quasi kein Business mehr denken ohne den Informatikanteil daran und man kann kein Unternehmen mehr gründen, ohne sich zu fragen, was bedeutet das in der digitalen Welt. Die Technologieintensität muss von Beginn an mitgedacht werden und deshalb werden die Tekkis immer wichtiger. Digitale Wirtschaftskreisläufe und das Verständnis dafür sind heutzutage Pflicht für jeden Unternehmer.

 

Glaubt man Nadella, sollen bereits im Jahr 2030 10% der globalen Wirtschaftsleistung in digitale Technologien investiert werden und Cloud Computing dringt in alle Organisationen vor - egal ob klein, groß, privat oder öffentlich. Warum wird es alle in die Cloud ziehen? 

Nur moderne Cloudplattformen bieten eine wirtschaftlich attraktive Form des digitalen Geschäfts. Der Zeit- und Ressourcenaufwand lässt heute quasi nichts anderes mehr zu, als das Ganze auf Grundlage einer hochmodernen Cloudplattform zu realisieren. Ein gutes Beispiel dafür ist die gesamte IT-Sicherheitsthematik. Der Betrieb einer eigenen Serverlandschaft samt Firewalls und Protection-Plan ist enorm ressourcenintensiv und trotzdem mit dem Sicherheitsstandard, den die Azure Cloud bietet, nicht zu vergleichen.

 

Auch Big Data ist ja bereits heute ein Riesenthema.  90% der weltweiten Daten wurden in den letzten 2 Jahren gesammelt. Bis zum Jahr 2030 wird es Prognosen zufolge über 50 Milliarden vernetzte Devices auf der Welt geben. Wie wird die Zukunft aussehen, wird die Microsoft Azure Cloud zu einer Art Weltcomputer, was hat es mit dem Edge Bereich auf sich? 

In der Zukunft wird es für uns normal sein, dass jeder Gegenstand und jede Aktion eine elektronische Äquivalenz besitzen. Ein anschauliches Beispiel ist folgendes: Ich setze meine Datenbrille auf, gehe durch die Fußgängerzone und bekomme die Namen all derer angezeigt, die mir entgegenkommen und mit mir vernetzt sind. Es wird in der Zukunft keine parallele virtuelle Welt geben, vielmehr werden wir akzeptieren, dass diese Daten Teil unserer reellen Welt sind. Der Weltcomputer simuliert also quasi das, was wir in der reellen Welt machen und Edge ist in dieser Metapher die gedachte Verknüpfung all dieser Datenpunkte. Eine Entwicklung, aus der sich natürlich riesige Möglichkeiten ergeben.

 

Zum Abschluss vielleicht noch die Frage: Wie optimistisch blickst Du nach der diesjährigen Inspire in die Zukunft, hat dich die Erfahrung in Las Vegas inspiriert? 

Aus unternehmersicher Perspektive definitiv sehr optimistisch. Wenn man die Möglichkeiten, die in Zukunft entstehen betrachtet, stellt man fest, dass der Markt weiterwächst und das, was wir bei aXon tun in Zukunft immer wichtiger wird. Entscheidend dabei wird sein agil und unvoreingenommen mit den Veränderungen umzugehen und unsere Kunden mitzunehmen, damit sie unser Knowhow wirklich weiterhin in Wettbewerbsvorteile konvertieren können. 

Am meisten inspiriert hat mich persönlich die von Julia White vorgestellte Lösung für virtuelle Konferenzen[1]. Die Kombination aus Mixed Reality und Azure KI, die zuerst individuelle Avatare für jeden Konferenzteilnehmer erstellt und das Gesprochene anschließend in Echtzeit in andere Sprachen übersetzt war wirklich beeindruckend und zeigt anschaulich wie groß das Potential moderner Cloud Technologien ist.

 

Vielen Dank für das Interview, Hardy.


[1] https://www.youtube.com/watch?v=3_KxHhAIUXc (ab Minute 32)​

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