Neue Perspektiven für zukünftige Cloud-Strategien

Am 24. September 2018 haben sich die drei „Riesen“ Microsoft, Adobe und SAP zusammengetan, um zukünftig den Datenfluss zwischen den großen Cloud-Diensten zu vereinfachen. Rückblickend auf die Konsolidierung des Cloud-Marktes in den vergangenen Monaten, den Ist-Zustand und die Weiterentwicklung haben wir unseren CEO, Cloud- und Dynamics 365 CRM-Experten Adelhard Türling gefragt, wie er die Cloudentwicklung strategisch bewertet. 

 

Adelhard Türling.jpgHardy, mittlerweile gewinnt aXon fast ausschließlich Kunden mit Cloud-Themen. Auch bei Bestandskunden dreht sich alles um Cloud-Dienste und -Services. Wie sehen die Unternehmen den Markt?

Adelhard Türling: Die Frage: „Cloud ja oder nein?“ stellt sich heute kaum noch ein Unternehmen. In den letzten Monaten ging es verstärkt um die Konsolidierung komplexer IT-Landschaften in Unternehmen. Um aufwändige und teure Serverlandschaften abzubauen, satteln Unternehmen häufig auf Cloud-Dienste und Cloud-Services um. Zudem sind Unternehmen heute gezwungen, agiler zu sein. Über Cloud-Dienste und Services versuchen sie auch den Anforderungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nachzugeben und die Entwicklung von Schatten-IT einzugrenzen. Doch die verschiedenen Anwendungen und APIs die Agilität versprechen, kommen meistens aus verschiedenen Clouds. Schnell entstehen so Multi-Cloud-Landschaften, die manchmal zwar absichtlich sind, schnell aber im ungeplanten „Wildwuchs“ enden. Ohne Cloud-Strategie landen IT-Verantwortliche mittelfristig im gleichen Konsolidierungschaos wie früher bei der klassischen Server-IT. 

 

Besteht der Cloud-Markt heute denn hauptsächlich aus vielen kleine Anbietern, die einzelne Services anbieten oder aus großen allumfassenden Clouds bekannter Softwarehersteller? Wer bestimmt den Markt heute?

Adelhard Türling: Die klassischen Anbieter, die die Transformation in die Cloud geschafft haben, stehen heute besser da als je zuvor. Ein Paradebeispiel hierfür ist hier Adobe. Früher bekannt für seine Bildbearbeitungsprogramme Photoshop und Illustrator hat Adobe mit seiner mächtigen Marketing-Automation, der „Adobes Experience Cloud“ den Sprung geschafft und schreibt heute eine der größten Cloud-Erfolgsgeschichten. Im heißumkämpften Cloud-Markt haben mittlerweile auch neue Anbieter Fuß gefasst und etablierte Softwarehersteller aufgeholt. Der gesamte Markt konsolidiert sich durch den Kampf der Plattformen neu. Shootingstars wie Salesforce im CRM-Bereich haben sich etabliert und Microsoft ist mit seinem Cloud-Dienst Azure so erfolgreich wie nie. Auch der Software-Riese SAP hat sich mit seinem Cloud-Dienst C/4 Hana das ERP aus der Cloud breit aufgestellt.

Nach der wilden Phase der Markteinführung stehen jetzt Standards und einfaches, effizientes Management von Daten und Betriebsübergängen im Vordergrund.

 

Am 24. September haben die drei CEO's Shantanu Narayen von Adobe, Satya Nadella von Microsoft and Bill McDermott von SAP auf der Microsoft Ignite conference in Florida ihre Zusammenarbeit angekündigt. Sie wollen jetzt gemeinsam alte „Daten-Silos“ einreißen und mit der neuen „Open Data Initiative“ von Microsoft eine einheitliche Datenbasis in der Azure-Cloud schaffen. Was bedeutet das für die Kundendaten?

Adelhard Türling: Bisher benötigen Unternehmen für einen Datenaustausch beispielsweise zwischen Microsoft Dynamics 365, der ERP-Cloud von SAP und zwischen Adobes Marketing-Cloud aufwändige Schnittstellenlösungen. Durch die angekündigte offene Allianz versprechen die Software-Riesen einen durchgängigen Zugriff über die Systemgrenzen hinweg. Die gemeinsame Datenbasis ermöglicht somit intelligente Analysen, einen umfangreichen Einsatz von künstlicher Intelligenz und vor allem: Eine ganzheitliche Sicht auf die Kunden. Genauer gesagt, Unternehmen können alle Kundendaten aus dem Marketing, Service oder Kundenmanagement vernetzen. Dies ermöglicht die Erstellung eines völlig neuen und umfassenden Kundenprofils, auf das dann auch Vertriebs- oder Servicemitarbeiter Zugriff haben. Das verspricht natürlich großartige Möglichkeiten und spart zudem hohe Kosten bei der Schnittstellanpassung ein.

 

Was bedeutet dieser Zusammenschluss und die einheitliche Datenbasis für die zukünftige Cloudentwicklung?

Adelhard Türling: Es geht einfach um die konsequente Weiterentwicklung der zu beobachtenden Konsolidierung. Die dominanten Plattformen bilden sich heraus und verbessern ihr Angebot und ihrenMarktstärke. Heute ist für unsere Kunden wichtig, dass Daten schnell von einer Plattform zur anderen transferiert werden und das sie zudem einfach und problemlos untereinander verbunden werden. Derzeit haben etwa 70% unserer Kunden SAP und Office 365 oder Microsoft Dynamics 365 im Einsatz. Die neue „Open Data Initiative“ liefert den IT-Entscheidern unserer Kunden genau die sichere Grundlage, die unsere Kunden benötigen, um die nächsten Schritte der Digitalisierung im Unternehmen zu planen. Der CIO der Zukunft baut sich seine IT-Infrastruktur aus den Cloud-Services der erfolgreichen Anbieter zusammen und nutzt dabei die „out-of-the-box“-Konnektivität der Clouds untereinander. Mit SAP, Microsoft und Adobe haben sich die etablierten Marktführer für ERP, Modern Work, Customer Engagement und Marketing zusammengefunden. Das macht es einfach für unsere Kunden. Wir freuen uns jedenfalls sehr über diese Entwicklung. Die drei Cloud-Schwergewichte haben gemeinsam jedenfalls die Möglichkeit, den gesamte Cloud-Markt aufzurütteln und den Shooting-Stars des Cloudzeitalters Salesforce, Amazon und Google die Stirn zu bieten.

Als Microsoft Partner fiebern wir einer schnellen Umsetzung dieser Strategie entgegen.


Dankeschön Hardy für das Interview.

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