Wie CIOs Künstliche Intelligenz profitabel machen

​​​​​​​​​​Künstliche Intelligenz (KI) nicht als Spielerei, sondern als Wertschöpfungsbeitrag – dieser Gedanke leitet die AI Factory. Dahinter steckt ein Programm von Microsoft und Axon, das sich an IT-Entscheider auf allen Stufen der KI-Nutzung richtet.

AI Factory mit Microsoft und aXon​

IT-Entscheider stehen unter dem Druck, ihren Beitrag zur Wertschöpfung des Unternehmens zu liefern. Wesentlich dafür ist die innovative Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI oder AI für Englisch Artificial Intelligence). Hier setzt die AI Factory​ an, ein Programm von Microsoft und Gold-Partner Axon für Anwenderunternehmen.

Konkret handelt es sich dabei um ein vierteiliges Vorgehen: einen ganztätigen Workshop, einen ganztätigen Experience Lab, einen Proof-of-Concept (fünf Tage Dauer) und schließlich die Implementierung und Nutzung (zwölf Monate Dauer). Interessierte CIOs können sich um das Programm bewerben. Sie müssen nur Implementierung und Nutzung bezahlen, die anderen drei Bestandteile der AI Factory sind für sie kostenfrei. 

Dazu ein konkretes Beispiel: Ein Anwender führte ein Case Management System ein und löste die manuelle Bearbeitung in Outlook ab. Mit Dynamics 365 Service Management werden nun Anfragen automatisch kategorisiert und priorisiert. Das bedeutet eine erhebliche Arbeitserleichterung für die Mitarbeiter – und eine höhere Kundenzufriedenheit.

In einem anderen Case migrierte ein Anwender das Vertriebssystem mit Klassifizierung potenzieller Kunden in die Cloud, um den Kundenfokus besser zu setzen. Im Zuge der Migration führte das Unternehmen eine einheitliche Bewertungsmethodik ein, die durch das PowerApps Component Frameworks visuell unterstützt wird und die Mitarbeiter durch den Prozess führt.​
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Impuls für die Innovationskultur

Unabhängig vom jeweiligen Use Case ist es immer das Ziel der AI Factory, eine Innovationskultur anzustoßen. Denn im Firmenalltag erfordern schon die ersten beiden Bestandteile oft mehrere Monate. Der konzentrierte Workshop und das Lab wirken hier als Katalysator. Die Rolle der KI bezeichnet Professor Wolfgang Wahlster, CEO des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, als "wichtigsten Beschleuniger der zweiten Welle der Digitalisierung, die mit der Wucht eines Tsunami zu disruptiven Veränderungen in allen Wirtschaftszweigen" führt. Weil sich die Märkte immer schneller verändern, ist es wichtig, so früh wie möglich reagieren zu können und sich an die Spitze zu setzen.

Im Einzelnen funktioniert die AI Factory wie folgt:

1. Innovation-Workshop: Ein Microsoft Entrepreneur führt fachlich durch die Ideenreise und entwickelt gemeinsam mit den Teilnehmern individuelle Lösungsansätze. Der Moderator achtet darauf, dass sich die Inhalte auf den Fachbereich anwenden lassen. Es geht nicht um technologische Spielereien, sondern um Mehrwert für das Business. Den Workshop richtet Microsoft in seinen Räumen aus.

2. Experience Lab: Wenn die Workshop-Teilnehmer ihre Idee formuliert haben, präsentieren Axon und Lösungsexperten für Microsoft Business Apps konkrete Vorschläge zur technologischen Umsetzung. Das Lab findet in den Räumen des Anwenderunternehmens statt.

3. Proof-of-Concept: Während der fünftägigen Phase des Proof-of-Concept führen die Teilnehmer Idee und modernste Technologie zusammen. Gemeinsam mit Vertretern von Microsoft erarbeiten sie ein realistisches Konzept für einen Fachbereich, das dieser auch umsetzen kann. Zu dieser realistischen Sicht gehört auch, den Proof-of-Concept um einen Proof-of-Value zu ergänzen: die erfahrenen Experten von Microsoft und Axon achten darauf, dass das Konzept als Geschäftsanwendung funktioniert. Damit ist sichergestellt, dass der Business-Fokus auch dann gewahrt bleibt, wenn der Anwender keinen Business-Manager für den PoC abstellen kann.

4. Implementierung und Nutzen: Die Einführung begleitet Axon als Experte für den gesamten Microsoft Kosmos von Azure über Dynamics Business Apps bis Office 365. Ein Jahr lang kann der Anwender die individuell erarbeitete Lösung zum Preis von 13.999 Euro nutzen. Ob Axon-Mitarbeiter während der Implementierung ins Haus kommen oder remote arbeiten, hängt von den Erfordernissen des Kunden ab.

Programm für Einsteiger ebenso wie Profis

Wahlster ruft Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu "massiven und koordinierten Anstrengungen" auf. Ein Appell, dem sich nicht jeder CIO gewachsen fühlt: In einer internationalen Studie des Unternehmensberaters Deloitte erklärten 25 Prozent der IT-Entscheider, über keine innovativen Fertigkeiten zu verfügen. Am anderen Ende der Skala stehen ihnen elf Prozent gegenüber, die sich in diesem Punkt als "exzellent" oder gar "führend" betrachten. Die verbleibenden 63 Prozent bewegen sich irgendwo zwischen diesen Polen.
Die AI Factory holt jeden IT-Chef ab, unabhängig davon, wo er seine innovativen Kräfte verortet. Der Nutzer dieses Programms muss nicht zwingend schon etwas vorweisen können. Ebenso wenig gibt es für Microsoft und Axon ein "Zuviel": wer seine Innovationskraft bereits weit entwickelt hat, profitiert von den Impulsen der erfahrenen Anbieter und holt sich den letzten Schliff.

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